

Beim Sehen absorbieren die lichtempfindlichen Fotorezeptorzellen in der Netzhaut Licht, wobei auf natürliche Weise Abbauprodukte entstehen. Unter normalen Umständen werden jene Abfallprodukte vom retinalen Pigmentepithel (RPE) abgebaut und über die Blutversorgung aus dem Auge transportiert. Mit zunehmendem Alter verliert dieser Prozess an Effizienz.
Bei der trockenen AMD können diese Abbauprodukte nicht ausreichend entfernt werden, was zu einer allmählichen Ansammlung dieser Abbauprodukte, sogenannter Drusen, unter der RPE-Zellschicht führt. Wenn die Anzahl und Größe der Drusen im Laufe der Zeit deutlich zunimmt, werden RPE-Zellen geschädigt und können absterben. Die darüber liegenden Fotorezeptorzellen können nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und sterben ebenfalls ab, was zu einem Verlust der Sehkraft in diesem Bereich führt. Im Spätstadium wird die trockene AMD als Geografische Atrophie bezeichnet.
Bei der feuchten AMD beeinträchtigen die Ansammlung von Drusen und die Degeneration des RPE die Sauerstoffversorgung der Fotorezeptorzellen. Als Reaktion darauf setzt die Netzhaut das Signalmolekül VEGF frei, um die Bildung neuer Blutgefäße innerhalb der Netzhaut anzuregen. Diese neuen Gefäße sind jedoch strukturell unreif und haben fragile Gefäßwände, aus denen plötzlich Flüssigkeit/Blut austreten kann. Die Flüssigkeit bildet kleine zystoide Räume innerhalb oder unterhalb der Netzhaut, wodurch das Sehvermögen beeinträchtigt wird. Unbehandelt kann es zu einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens kommen.
Das Risiko für AMD steigt mit zunehmendem Alter, insbesondere nach dem 70. Lebensjahr, und wird durch die Familienanamnese und ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes beeinflusst.
Das Bild zeigt Veränderungen in der Makula wie zystoide Veränderungen und Drusen.



































