Heidelberg Engineering und RetInSight auf dem Weg zur KI basierten Quantifizierung von Flüssigkeit mittels OCT

Heidelberg, Deutschland – Die Heidelberg Engineering GmbH und die RetInSight GmbH planen die von RetInSight entwickelte Software zur KI-basierten Erkennung von Flüssigkeiten mittels der Technologien Cloud Exchange- und Marketplace mit dem Produktportfolio von Heidelberg Engineering zu verbinden. Beide Unternehmen sehen großes Potenzial in der Kombination der KI Expertise von RetInSight mit der Erfahrung von Heidelberg Engineering in hochqualitativer Bildgebung und im Datenmanagement.

RetInSight nutzt einen neuartigen, proprietären Algorithmus, der die genaue und zuverlässige Erkennung, Lokalisierung und Quantifizierung intra- und subretinaler Flüssigkeit in OCT-Aufnahmen ermöglicht1. Die Software zur Erkennung von Flüssigkeit soll die frühzeitige Diagnose und die Therapieführung bei den häufigsten Netzhauterkrankungen unterstützen, z. B. bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (AMD), diabetischem Makulaödem (DMÖ)2,3, oder retinalem Venenverschluss (RVV). In Verbindung mit dem Heidelberg Eye Explorer HEYEX 2 wird die RetInSight-Software zur Erkennung von Flüssigkeit effiziente klinische Workflows ermöglichen.

„Die Präzision und Schnelligkeit der automatischen Auswertung können selbst durch Experten nicht erreicht werden. Die unmittelbar verständlichen Ergebnisse werden mittels des benutzerfreundlichen RetInSight Viewers oder als ePDF innerhalb der HEYEX 2-Plattform zur Verfügung gestellt“, so Dr. Amir Sadeghipour, Chief Technology Officer von RetInSight.

Der RetInSight-Algorithmus wurde im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems gemäß ISO 13485:2016 entwickelt, die CE-Kennzeichnung gemäß MDR ist für Juni 2021 geplant. Für die USA ist ein Zulassungsantrag für das Jahr 2022 anvisiert.

Dank der Verbindung des Workflows in HEYEX 2 mit der cloudbasierten RetInSight-Software sollen SPECTRALIS-Anwender die Möglichkeiten erhalten, OCT-Volumenscans schnell und sicher analysieren zu lassen. Außerdem plant Heidelberg Engineering eine Workflow Lösung für Nutzer des Vorgängers HEYEX sowie für OCT-Produkte von Drittanbietern zur Verfügung zu stellen.

„Die Verfügbarkeit der RetInSight-Software innerhalb der Plattform für Bilddatenmanagement HEYEX 2 wird zu einem hocheffizienten Krankheitsmanagement führen. Die Verbindung der hochqualitativen Bildgebung von Heidelberg Engineering mit neuartiger KI wird SPECTRALIS-Anwendern neue Möglichkeiten eröffnen, die Patientenversorgung weiter zu verbessern“, so Martin Schinkmann, Leiter des Produktmanagements für HEYEX 2 und HEYEX PACS und Geschäftsführer von MedicalCommunications, einem Tochterunternehmen von Heidelberg Engineering.


1 Schmidt-Erfurth U, Sadeghipour A, Gerendas BS, Waldstein SM, Bogunović H. Artificial intelligence in retina [Prog Retin Eye Res. 2018; 67:1-29] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1350946218300119?via%3Dihub
2 Michl M, Fabianska M, Seeböck P, et al. Automated quantification of macular fluid in retinal disease and their response to anti-VEGF therapy. Br. J Ophthalmology. October 2020: bjophthalmology-2020-317416
3 Roberts PK, Vogel WD, Gerendas BS, et al. Quantification of Fluid Resolution and Visual Acuity Gain in Patients With Diabetic Macular Edema Using Deep Learning. JAMA Ophthalmol. 2020 Sep 1; 138(9): 945-953

 
Über die RetInSight GmbH:
RetInSight, verantwortlicher Hersteller der Software zur Erkennung von Flüssigkeit, wurde 2020 als Spinoff der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Wien gegründet und verfügt über acht Jahre Erfahrung in der Entwicklung validierter Algorithmen zur Erkennung retinaler Biomarker auf höchstem Niveau. Das interdisziplinäre Team setzt sich aus KI-Forschern und Retina-Experten zusammen. RetInSight entwickelt transformative KI‑Lösungen, um Behandlungsergebnisse zu verbessern, klinische Effizienz zu erhöhen und die Kosten für die Gesundheitsversorgung im Bereich der Netzhauterkrankungen zu senken. Das Unternehmen unterstützt internationale Pharma- und Biotechunternehmen, die an der Entwicklung von Ophthalmika beteiligt sind, mit der digitalen Auswertung von klinischen Daten und Netzhautaufnahmen.


zurück zur Übersicht