Technologie
Tracking Laser Tomographie – Zwei Technologien in einem Gerät
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SPECTRALIS® steht für die Kombination aus Fundusbildgebung mit einem konfokalen Scanning Laser Ophthalmoskop und dem Schnittbildverfahren der Spektral-Domänen OCT. Dabei öffnet die aktive Führung des OCT Scans in Echtzeit eine neue Dimension der diagnostischen Bildgebung: Tracking Laser Tomographie.
Bis zu fünf verschiedene Modi der Laser-Fundusbildgebung können zur aktiven Positionierung des OCT-Scans eingesetzt werden, sei es auf dem gesamten hinteren Augenabschnitt oder gezielt auf eine auffällige Stelle des Fundus. Diese Art der multimodalen Bildgebung liefert bisher ungeahnte Einblicke in Struktur und Funktion der Netzhaut.
Präzision durch Aktives Eye Tracking
SPECTRALIS verwendet verschiedene Lichtquellen zur simultanen Aufnahme zweier diagnostischer Bilder. Ein Laserstrahl tastet kontinuierlich den Fundus ab, beobachtet dessen Bewegungen und dient somit als Referenz, um den zweiten Strahl zur Aufnahme des OCT Schnittbildes präzise an die richtige Stelle zu setzen. Bildlich gesprochen, „friert“ der Aktive Eye Tracker den OCT Scan auf dem Fundusbild ein und hält ihn auch bei Augenbewegungen stets exakt an der gewünschten Position. Dies ist besonders für 3D Volumen-Scans unabdingbar, da hier Augenbewegungen leicht Bildartefakte verursachen können.
Aktives Eye Tracking macht den Unterschied
Sicheres Erkennen von strukturellen Veränderungen. Sicher sein zu können, an welcher Stelle das OCT Schnittbild während der ersten Untersuchung aufgenommen wurde, ist wichtig. Umso entscheidender ist es jedoch, diese Stelle auch bei einer Folgeuntersuchung wiederfinden zu können. SPECTRALIS legt OCT Schnitte während Folgeuntersuchungen automatisch an die exakt gleiche Stelle. Der Fundus des Patienten dient hierbei als Fingerabdruck, um die korrekte Lage des OCT Schnittes zu gewährleisten. Hierdurch entfällt ein subjektives Platzieren von OCT Schnitten. Arbeitsabläufe werden optimiert und kleinste strukturelle Veränderungen sicher erkannt.
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Die übereinstimmende Lage der Blutgefäße demonstriert die Präzision der AutoRescan™ Funktion.
Kleinste messbare Dickenänderung von nur 1 Mikrometer
Die Reproduzierbarkeit von Messungen spielt eine zentrale Rolle in der Diagnostik und Verlaufskontrolle von krankhaften Veränderungen der Netzhaut. TruTrack™Aktives Eye Tracking macht den entscheidenden Unterschied, wenn es um Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit von Messungen geht. In einer Vergleichsstudie von OCT Geräten zeigte das SPECTRALIS den kleinsten Variationskoeffi zienten und die kleinste messbare Änderung von lediglich 1 Mikrometer.
Optische In Vivo Histologie
Tiefe Einblicke durch Heidelberg Rauschunterdrückung
Aktives Eye Tracking ermöglicht die Aufnahme mehrerer OCT Schnittbilder an der exakt gleichen Stelle. Durch das automatische Überlagern der Aufnahmen in Echtzeit (ART, automatic real time) werden “Bildrauschen” und “echte” Gewebesignale sicher voneinander getrennt. Rauschanteile werden so effektiv unterdrückt. Das Resultat sind gestochen scharfe diagnostische Aufnahmen mit herausragendem Bildkontrast.
Fall 1: AMD – Feuchte Form der altersbedingten Makuladegeneration. Intraretinale Flüssigkeit und strukturelle Veränderungen auf der Ebene des Pigmentepithels sowie der Fotorezeptoren sind zu erkennen.
Fall 2: Morbus Best – Es zeigt sich eine signalstarke, in den subretinalen Bereich hineinragenden Läsion. Eine Disintegration der Fotorezeptoren ist beidseitig der Läsion deutlich zu erkennen. Zudem zeigen sich Ansammlungen intra- und subretinaler Flüssigkeit.
Fall 3: CNV mit PEA – Feuchte Form der altersbedingten Makuladegeneration mit Pigmentepithelabhebung (PEA). Okkulte und klassische Anteile der CNV sind zu erkennen.
Fall 4: RAP Läsion – Präzise Lokalisation der retinalen angiomatösen Proliferation mit Durchbruch des RPE. Das deutlich intraretinale Ödem wird durch eine PEA begleitet.
Fall 5: CME – Zystoides Makulaödem mit deutlicher Darstellung der betroffenen Netzhautschichten. Eine besonders starke Ansammlung von Flüssigkeit zeigt sich im Bereich der äußeren plexiformen Schicht.
Fall 6: Makulaforamen – Das Makulaforamen durchzieht alle Schichten der Netzhaut. Intraretinale, zystoide Veränderungen und die residuale Anheftung des Glaskörpers an der Kante des Foramens sind zu erkennen.
Konfokale Bildgebung sorgt für Klarheit
Das konfokale Scanning Laser Ophthalmoskop (cSLO) ist besonderes für die Bildgebung am Augenhintergrund geeignet. Die konfokale Optik gewährleistet, dass nur reflektiertes Licht oder Fluoreszenzlicht aus der in der Netzhaut liegenden Fokalebene den Detektor erreicht. Der Einfluss von Streulicht und von außerhalb der Fokalebene generiertem Licht (besonders Störungen durch die Augenlinse) wird minimiert. Zudem führt das schnelle Abtasten des Augenhintergrundes mit dem Laserscanner zu einer deutlich geringeren Lichtbelastung als bei einer gewöhnlichen Funduskamera. Dadurch können längere Bildsequenzen aufgenommen und daraus besonders kontrastreiche und detailgetreu gemittelte Bilder (sog. mean images) berechnet werden.









