Technologie
Der Heidelberg Retina Tomograph (HRT) ist ein konfokales Scanning-Laser-Ophthalmoskop. Das Gerät kann mittels einer Vorsatzoptik in ein konfokales Lasermikroskop zur Untersuchung der Kornea umgewandelt werden. Dieser Vorsatz besteht aus einem zusätzlichen Mikroskopobjektiv, das auf das Standardobjektiv aufgesetzt wird. Mit der Kornea-Analysesoftware kann der HRT feinste Zellen und Zellschichten der Kornea abbilden.

Bei der Aufnahme tastet ein Lichtstrahl die Kornea ab und erzeugt ein Bild mit 384 x 384 Bildpunkten auf einer quadratischen Fläche von 400 μm² bei 63-facher Vergrößerung. Das konfokale System hat zwei einzigartige Eigenschaften: Es kann durch die gesamte Hornhaut hindurch auf beliebige Tiefen (Substrukturen) fokussiert werden und es blockt Streulicht ab. Dadurch entstehen klare, hoch aufgelöste Bilder von einer Qualität, die mit einem Spiegelmikroskop mit weißer Lichtquelle nicht erreicht wird.

Die Scanning-Laser-Technologie in Kombination mit konfokaler Mikroskopie hat die ophthalmologische Bildgebung einen entscheidenden Schritt vorangebracht, denn sie ermöglicht tiefe Einblicke in lebendes Gewebe. Die konfokale Bildgebung hat mehrere Vorteile gegenüber der Weißlichtfotografie, z.B. können innerhalb des Gewebes Aufnahmesequenzen in verschiedenen Tiefen erfolgen, die dann scharf abgegrenzte Schnittbilder liefern. Erreicht wird dies durch den Lochblenden-Aufbau, bei dem nur das von der Fokalebene reflektierte Licht den Sensor erreicht.




