
HRT Glaukom Modul
Ein zuverlässiges Hilfsmittel zur Vorhersage von Veränderungen
- Zuverlässige Vorhersage struktureller Veränderungen durch zahlreiche Studien belegt
- Progressionsanalyse wurde mit Patientendaten aus über 10 Jahren validiert
- Papillenanalyse aussagekräftiger als die Bewertung durch Experten
- Umfangreiche, nach ethnischer Zugehörigkeit auswählbare Datenbanken
- Analyse von Asymmetrien
- Erweiterbare Plattform
- Netzwerkfähig
Der Heidelberg Retina Tomograph (HRT) ist der Goldstandard zum Nachweis glaukomatöser Veränderungen des Sehnervenkopfes (Papille) und an der peripapillären Nervenfaserschicht sowie zur Verlaufskontrolle von fortschreitendem Glaukom im klinischen Alltag. Er bietet eine ganz besondere Unterstützung zur Früherkennung struktureller Veränderungen im Alltag, bevor eine Gesichtsfeldeinschränkung messbar ist. Die exzellente diagnostische Leistung des HRT ist weithin anerkannt. Sie beruht auf schnellen, nicht-invasiven, reproduzierbaren Topographiemessungen, die von der HRT Software automatisch ohne Dateninterpolation in hochauflösende zwei- oder dreidimensionale Bilder umgesetzt werden. Die Bildaufnahme ohne vorherige Pupillenerweiterung schränkt den Patienten nicht ein, so dass er sogar nach der Messung problemlos am Straßenverkehr teilnehmen kann. Gleichzeitig unterstützen Live-Fundusbilder sowie eine automatische Qualitätskontrolle während und nach der Aufnahme den Anwender und sorgen für eine gleichbleibend hohe Bildqualität.
Die vorausgegangene Studie zur Ocular Hypertension Treatment Study (OHTS) hat gezeigt, dass die Analyse von Papillenveränderungen in 55% aller Fälle zur Früherkennung eines beginnenden Glaukoms führte, noch bevor eine nachweisbare Beeinträchtigung des Sehvermögens auftrat. Der HRT hat sich als zuverlässiges Instrument zur Vorhersage des Glaukoms erwiesen. Die OHTS belegt außerdem, dass der HRT bei 40% der Patienten Schäden im temporal-superioren Sektor erkannte, die sich später zu einem manifesten Glaukom entwickelten, und zwar einzig und allein auf der Grundlage der Erstuntersuchung. Die Diagnose wurde später im Zuge einer durchschnittlich 5-jährigen Verlaufskontrolle bestätigt. Ebenso beeindruckend war die Tatsache, dass 93% der Patienten, bei denen der HRT im Zuge der Erstuntersuchung keine krankhafte Veränderung feststellen konnte, auch nach 5 Jahren noch kein Glaukom entwickelt hatten.

Abbildung A – OHTS 2005: Die Unterstudie zur Ocular Hypertension Treatment Study (OHTS) konnte nachweisen, dass der HRT mit der Auswertung struktureller Veränderungen bessere Vorhersagewerte für Glaukomerkrankungen erzielt als Gesichtsfelduntersuchungen und Experteneinschätzungen.
Unter allen erhältlichen bildgebenden Diagnostikgeräten, die zur Diagnose und Behandlung von Glaukomen eingesetzt werden, bietet das Glaukom Modul des HRT die höchste Bildauflösung. Es liefert eine quantitative Beurteilung aller relevanten anatomischen Merkmale, wie z. B. der Exkavationsform des Sehnervenkopfes, des neuroretinalen Randsaumvolumens und der peripapillären retinalen Nervenfaserschicht. Bei der Analyse dieser Merkmale wird sowohl die individuelle Papillengröße als auch das Alter des Patienten berücksichtigt.

Abbildung B – MRA-Klassifikation: Die Moorfields-Regressionsanalyse (MRA) ist seit mehr als 15 Jahren ein zuverlässiger Indikator für strukturelle Veränderungen – dies wurde in über 400 klinischen Studien nachgewiesen.
Die Moorfields-Regressionsanalyse (MRA) wurde am Moorfields Eye Hospital in London entwickelt. Die MRA differenziert zwischen glaukomatöser und gesunder Papille, indem sie diffuse und fokale Veränderungen des neuroretinalen Randsaums erkennt und auswertet. Die Methode berücksichtigt die Papillengröße, die eine wichtige Rolle bei der Beurteilung des neuroretinalen Randsaums spielt, sowie altersbedingte Veränderungen. Die MRA klassifiziert das Auge anhand von Normwerten und gibt die Ergebnisse für die gesamte Papille sowie für sechs Einzelsektoren getrennt an. Die Ergebnisse werden als farbkodierte Symbole dargestellt: Ein grünes Häkchen steht für „innerhalb normaler Grenzen“, ein gelbes Ausrufezeichen für „grenzwertig“ und ein rotes Kreuz für „außerhalb normaler Grenzen“. Die Unterstudie zur Ocular Hypertension Treatment Study (OHTS) erkannte der MRA hohe Aussagekraft in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Offenwinkelglaukoms zu.
Das Glaukom ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der es entscheidend darauf ankommt, Veränderungen bzw. den Verlauf der Krankheit im Zeitverlauf zu dokumentieren und zu quantifizieren, um die Diagnose abzusichern, die Patientenversorgung zu verbessern und die Behandlung individuell anzupassen.
Die Topographische Veränderungsanalyse (TCA) des HRT ist eine der bekanntesten und am meisten geschätzten Analysemethoden in der Glaukom-Diagnostik. Die frühzeitige Diagnose und Dokumentation von Veränderungen des Sehnervenkopfes und der retinalen Nervenfaserschicht ist von grundlegender Bedeutung für die Progressionsanalyse. Die TCA analysiert wiederholbare Veränderungen im Zeitverlauf auf Topographie- und Höhenvariationen hin und stellt diese farblich in rot dar. Je größer die Veränderung, desto intensiver die Farbgebung.
Abbildung C – TCA Bilderfolge
Der HRT kombiniert hohe Geschwindigkeit mit effizienter TruTrack™ Software und ist damit in seiner Leistungsfähigkeit und seinem klinischen Nutzen unübertroffen. Die TruTrack™ Software arbeitet im Hintergrund und verfolgt über 500 Punkte auf jedem Bild, um Folgescans präzise auf die Bilder der Erstuntersuchung abzubilden und selbst kleine Veränderungen zuverlässig zu erkennen .







