Heidelberg Engineering spendet für Japan
Japanische Universitätsprofessoren danken dem Heidelberger Unternehmen für die unbürokratische und großzügige Spende von insgesamt 7,5 Mio Yen (ca. 63 Tsd. EURO) an ihre Augenkliniken in den von Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe betroffenen Gebieten im Nordosten Japans.

Professor Dr. Tomohiro Iida, Professor Dr. Daijiro Kurosaka, Dr. Gerhard Zinser und Professor Dr. Dr. Toru Nakazawa nach der Spendenübergabe. (v.l.n.r.)
In einer sehr persönlich gehaltenen Email bedankt sich Professor Dr. Tomohiro Iida von der Universitäts-Augenklink Fukushima bei Heidelberg Engineering GmbH:
„Vielen Dank für Ihr herzliches Mitgefühl und Ihre großzügige Unterstützung. Meinen Kollegen in Fukushima und unseren Familien geht es allen gut.“
Die verheerende Dreifach-Katastrophe im Nordosten Japans ist nach 5 Monaten aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Nicht so bei Heidelberg Engineering.
Anlässlich der Jahrestagung der Japanischen Gesellschaft für Augenheilkunde übergab Geschäftsführer Dr. Gerhard Zinser die Spenden in einer kleinen Zeremonie im Tokyo International Forum den drei Direktoren der Universitäts-Augenkliniken von Fukushima, Sendai und Iwate.
„Wir stehen seit nunmehr 20 Jahren in sehr guter Geschäftsbeziehung mit Japan und es ist uns deshalb ein Bedürfnis, wenigstens eine kleine Hilfe für die Opfer bereit zu stellen.“, erklärt Dr. Gerhard Zinser das Engagement von Heidelberg Engineering. „Da wir dies auf möglichst direktem Weg machen wollten, haben wir beschlossen, unsere Spenden drei Augenkliniken zur Verfügung zu stellen, um deren Hilfsaktivitäten für die Opfer vor Ort zu unterstützen.“
Die Umstände sind auch Monate nach den Katastrophen sehr schwierig. Die beiden Augenkliniken in Yamada und Otsuchi der Medizinischen Universität Iwate wurden beim Erdbeben und Tsunami vollständig zerstört. Mit mobilen medizinischen Geräten zur Behandlung von Augenkrankheiten konnten innerhalb von drei Monaten über 3.000 Patienten behandelt werden. Inzwischen werden beide Kliniken wieder aufgebaut.
„Bei dieser Hilfsarbeit war Ihre Spende ein wesentlicher Beitrag.“, so Professor Dr. Daijiro Kurosaka von der Medizinischen Universität Iwate.
Die Tohoku Universitätsklinik in Sendai, etwa 80 km nordöstlich von Fukushima, richtete in einem LKW die mobile Augenklinik “Vision Van” ein, mit dem die Behelfsunterkünfte der Erdbeben- und Tsunami-Opfer zwei Monate lang besucht und aktive medizinische Hilfe vor Ort geleistet werden konnte.
„Auch die medizinischen Geräte in unseren Forschungseinrichtungen wurden beschädigt“, schreibt Professor Dr. Dr. Toru Nakazawa, Leiter der Tohoku Universitätsklinik. „Die Spende von Heidelberg Engineering hilft uns, diese Geräte zu reparieren und unsere Grundlagenforschung am Auge fortzuführen.“
