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Struktur und Funktion aus einer Hand – Heidelberg Engineering stellt neues Traumpaar HRT + HEP vor

Heidelberg - September 2009

Zur DOG 2009 erweitert die Heidelberg Engineering GmbH ihr Spektrum der Glaukomdiagnostik um ein weiteres bedeutendes Puzzleteil, das Heidelberg Edge Perimeter (HEP) zur Glaukomfrüherkennung und Verlaufskontrolle.

Das HEP verwendet einen neuartigen Stimulus, den sog. „Flicker Defined Form-” (FDF) oder Contour-Illusion Stimulus. Es handelt sich um einen Sti-mulus, der speziell dafür optimiert wurde, den magnozellulären Pfad des visuellen Systems zu prüfen. Vor einem Hintergrund aus in schneller Abfolge flimmernder schwarzer und weißer Punkte, wird ein Stimulus als kreisförmige Fläche präsentiert, in der die Punkte in Gegenphase zum Hintergrund flimmern. Bei funktionsfähigem visuellen System nimmt der Patient entlang der Grenze des Stimulus (Edge) einen Ring als Illusion wahr. Das HEP ist dadurch in der Lage, glaukomatöse Gesichtsfelddefekte frühzeitig nachzuweisen. Seine hervorragende Spezifität wird durch die hohe Reproduzierbarkeit der Testergebnisse erreicht, die den FDF-Stimulus gegenüber anderen perimetrischen Verfahren auszeichnet.

Diese neue Art der Gesichtsfelduntersuchung wurde in Zusammenarbeit mit Prof. John Flanagan (Universitäten Waterloo und Toronto, Kanada) entwickelt. Tests werden bei normalem Umgebungslicht durchgeführt und benötigen etwa vier Minuten für ein normales Auge (Schwellenwertuntersuchung). Außer der Flickerperimetrie bietet das HEP ebenfalls die Möglichkeit der weiß-auf-weiß Perimetrie (SAP), um dem Anwender gleichzeitig eine lückenlose Verlaufskontrolle bereits bestehender Glaukompatienten zu bieten. Über den sogenannten Legacy Scale ist sogar ein direkter Vergleich der neuen Ergebnisse mit denen herkömmlicher Perimeter möglich.

Das HEP verfügt nicht nur über den neuartigen Stimulus FDF sondern Prof. Flanagan entwickelte auch eine neue Strategie, um speziell Glaukompatienten zu diagnostizieren, die Schwellenstrategie ASTA (Adaptive Staircase Thresholding Algorithm). Neben schnellen Screeningverfahren, diversen Standardtests und schnellen Schwellenwerttests, kann die Überprüfung des Gesichtsfeldes bis 60° durchgeführt und die Befunde kombiniert dargestellt werden. Diverse Spezialtests erweitern das Spektrum der Möglichkeiten und bieten dem Anwender Tests zur Kontrastempfindlichkeit, neurologische Tests, sowie logMar Visual Acuity Tests.

Eine besondere Eigenschaft des HEP besteht weiterhin darin, die Strukturanalyse des Heidelberg Retina Tomograph (HRT) mit der Funktionsanalyse des Gesichtsfeldes in einem System zu vereinen. Heidelberg Engineering bietet in diesem Jahr als erstes Unternehmen dem Kunden die einzigartige Möglichkeit, beide Datensätze gemeinsam darzustellen und in Zukunft auch gemeinsam zu analysieren.

Der Heidelberg Retina Tomograph ist ein konfokales Laser Scanning System zur Aufnahme und quantitativen Analyse von 3-dimensionalen Bildern des hinteren Augenabschnitts, der sich seit 18 Jahren in der ophthalmologischen Praxis als der Goldstandard in der Glaukomdiagnostik etabliert hat. Durch zahlreiche internationale Publikationen wurde seine hervorragende Spezifität und Sensitivität eindrucksvoll dokumentiert. Das HRT Glaukom Modul ermöglicht nicht nur die Beschreibung der Papillenmorphologie sondern auch die Analyse aller maßgeblichen anatomischen Strukturen. Durch die in das System integrierte Moorfields Regressionsanalyse (MRA) wird überdies eine Klassifizierung der untersuchten Augen vorgenommen, die daraufhin in gesund, grenzwertig oder außerhalb normaler Grenzen eingestuft werden. Zudem liefert die Verlaufskontrolle, die Topographical Change Analysis (TCA), zuverlässige Informationen über ein mögliches Fortschreiten des Glaukoms.

Beide Datensätze werden basierend auf der bekannten Kartierung von Garway-Heath et al. (2000) in Zukunft miteinander verrechnet und in nur einem einzigen Befund dargestellt. Es werden zwei Ringsysteme über dem Reflexionsbild der Papille projiziert, in denen der innere Ring die Strukturdaten des HRT präsentiert während der äußere Ring die Funktionsdaten des HEP wiedergibt. Die Farbgebung wurde in Anlehnung an die MRA gewählt und folgt dem Ampelprinzip.

Zur Einführung des neuen Traumpaars veranstaltet Heidelberg Engineering auf der DOG in Leipzig von Donnerstag bis Samstag jeweils um 16 Uhr einen „Hochzeitsumtrunk“ auf Stand 47.

Pressekontakt: Christina Wahl, Heidelberg Engineering GmbH, Tel.: 0 62 21- 64 63 307, Fax: 0 62 21 – 64 63 62, e-Mail: Christina.Wahl@HeidelbergEngineering.com

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